Karsten Schlotmann
Recht und Gerechtigkeit im Werk Heinrich Bölls
212 Seiten
49,- Euro
Nomos

„Stillschweigend hat man sich darauf geeinigt, unter Gewalt nur die eine, die sichtbare zu verstehen: Bomben, Pistolen, Knüppel, Steine, Wasserwerfer und Tränengasgranaten“ ist eines der Zitate von Heinrich Böll, die im vorliegenden Beitrag zur Verfassungslehre als Kulturwissenschaft von Schlotmann zu finden ist. Üben aber nicht auch Lehrer, Richter, Politiker und Medienschaffende Gewalt aus, die für den Betroffenen tiefgreifende Konsequenzen bis hin zum Gesundheitsschaden hat ?
Sichern sich Seilschaften im demokratischen Rechtsstaat Privilegien durch strukturelle Gewalt? Ist Gewalt notwendiger Teil jeder Ordnung, so dass es Freiheit nur in Anarchie gibt? Warum ist das Grundgesetz für Böll eine der besten Verfassungen? Sind ziviler Ungehorsam oder gar stärkerer Widerstand notwendig oder gibt es einen Weg zur Gerechtigkeit innerhalb der Grenzen des positiven Rechts? sind einige der Fragen die vorliegender Band aufwirft und reflektiert.
Ist der Begriff Gerechtigkeit nicht vielleicht sogar der absurdeste Begriff im Zusammenhang mit dem Begriff Recht im Spannungsfeld von Recht als Schutz des Schwächeren vor dem Stärkerem einerseits, Recht als Mittel zur Unterdrückung und Unterjochung Andersdenkender durch die Obrigkeit andererseits ?
Vorliegender Band eignet sich für jeden, der das Jurastudium nicht als Berufsausbildung, sondern als Berufung ansieht.

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