Rolf Lamprecht
Die Lebenslüge der Juristen - warum Recht nicht gerecht ist
271 Seiten
19,95 Euro
Deutsche Verlags-Anstalt

Gerade der junge Jurist, der sein Studium beginnt und Paragraphen, Theorien und Meinungsstreitigkeiten erlernt, glaubt zunächst, das gelernte Wissen ließe sich in der Praxis, so wie gelernt, auch tatsächlich umsetzen, bis er, spätestens im Referendariat, merkt, daß das Recht primär das subjektive Rechtsgefühlt der Richtenden widerspiegelt: vor Gericht und auf hoher See ist der Mensch in Gottes Hand.
In insgesamt 20 kurzen, gut lesbaren Kapiteln erzählt der Autor, langjähriger Korrespondent des Spiegel an den obersten Gerichtshöfen, Geschichten aus dem Leben, die vor Gericht landeten und dort durch Richter pervertiert oder ggfs. auch - teilweise nach jahrelangem Rechtsstreit - wieder gerade gerückt wurden.
Der Autor zeigt so die Relativität des Rechts auf, stellt dar, wie Recht immer subjektiv ist und vermittelt dem Leser, was Richter zu leisten vermögen und wo sie scheitern müssen.
Der Titel empfiehlt sich jedem kritisch eingestellten Zeitgenossen: dem Studenten ebenso wie dem Praktiker und Laien.

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